Die Symptome des Normaldruckhydrocephalus (NPH)

Ein Normaldruckhydrocephalus (NPH) führt häufig zu folgenden Beschwerden:

Damit Ihr Arzt die Diagnose stellen kann, muss neben der Gangstörung mindestens eines der beiden anderen Symptome vorhanden sein. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen (48 %) treten alle drei Symptome gemeinsam auf. Da die Symptome sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können, wird die Diagnose häufig spät gestellt, oder die Erkrankung wird sogar übersehen.

Gangstörung, Demenz und Harninkontinenz sind die drei typischen Symptome des NPH.
Die drei typischen Symptome des NPH (mod. nach [4])

Ein Normaldruckhydrocephalus entwickelt sich eher langsam, im Verlauf einiger Monate. Daher werden auch die Beschwerden allmählich stärker.

Neben den drei oben genannten Symptomen können zusätzlich auch weniger spezifische Beschwerden hinzukommen. So fühlen sich die Patienten häufig müde und weniger leistungsfähig. Auch Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie epileptische Anfälle können vorkommen.

Die verschiedenen körperlichen und geistigen Auswirkungen der Erkrankung können die Mobilität, die Unabhängigkeit und die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Unentdeckt und unbehandelt wird ein Normaldruckhydrocephalus im Laufe der Zeit zur Pflegebedürftigkeit führen.

Auch wenn die Erkrankung nicht heilbar ist, könnten die Beschwerden jedoch bei 70 bis 90 % der Patienten durch eine geeignete Behandlung gelindert werden [1].

Quellen
[1] Kiefer M, Unterberg A: Differenzialdiagnose und Therapie des Normaldruckhydrozephalus. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(1–2): 15–26.
[2] Krauss JK, von Stuckrad-Barre SF: Clinical aspects and biology of normal pressure hydrocephalus. Handb Clin Neurol 2008; 89: 887–902.
[3] WH Paulus et al.: Normaldruckhydrocephalus. Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, 4., überarbeitete Auflage, Thieme Verlag 2008.
[4] Dauch WA, Zimmermann R: Der Normaldruck-Hydrozephalus. Fortschritte Neurologie und Psychiatrie 1990; 58(5): 178–190.