Was ist der Normaldruckhydrocephalus (NPH)?

Drei typische Symptome des Altershirndrucks: Gangstörung (verbunden mit Fallneigung), Blasenschwäche und nachlassende Gedächtnisleistung (leichte Demenz)
Drei typische Symptome des Altershirndrucks: Gangstörung, Blasenschwäche und nachlassende Gedächtnisleitung (Demenz)

Gangstörungen, eine nachlassende Gedächtnisleistung und Blasenschwäche gehören zu den Beschwerden, die vielen Menschen im Alter Probleme bereiten. Bei dem Krankheitsbild des Normaldruckhydrocephalus (NPH), der auch als „Altershirndruck“ bezeichnet wird, können diese drei Beschwerden gemeinsam auftreten. Sie werden jedoch oft nicht gleich als Zeichen für den Normaldruckhydrocephalus gewertet, weil andere altersbedingte Erkrankungen wie z. B. Parkinson Parkinson-Krankheit. Langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie ist gekennzeichnet durch einen Mangel an dem Botenstoff Dopamin im Gehirn. Typische Symptome sind Muskelstarre (Rigor), Muskelzittern (Tremor) und Haltungsinstabilität sowie verlangsamte Bewegungen bzw. Bewegungslosigkeit (Bradykinese, Akinese), die auch zu einem kleinschrittigen, schlurfenden Gang führen. Weitere mögliche Krankheitszeichen sind unter anderem auch eine Blasenstörung sowie eine Verlangsamung der Denkabläufe als Ausdruck einer allgemeinen Antriebsstörung (Pseudodemenz).  oder die Alzheimererkrankung ähnliche Beschwerden (Symptome) verursachen und häufiger vorkommen

NPH – eine Form des „Wasserkopfes“

Bei einem Hydrocephalus erweitern sich die Hirnkammern und drücken das Hirngewebe nach außen gegen den Schädelknochen. Dadurch können die Hirnfurchen abgeflacht sein und der Spalt zwischen Gehirn und Schädelknochen kann auf Bildaufnahmen nicht mehr zu seh
(1) Gesundes Gehirn mit normal großen Hirnkammern (A), (2) Hydrocephalus mit erweiterten Hirnkammern und abgeflachten Hirnfurchen (B)

Ein Hydrocephalus Umgangssprachlich auch Wasserkopf (hydro = Wasser, cephalus = Kopf). Charakteristisch ist ein Aufstau von Hirnwasser (Liquor), der zu einer Erweiterung der inneren Hirnkammern führt.  wird umgangssprachlich häufig als Wasserkopf bezeichnet, was übrigens auch dem Wortlaut des medizinischen Begriffes entspricht (hydro = Wasser, cephalus = Kopf). Charakteristisch für einen Hydrocephalus ist ein Aufstau von Hirnwasser (Liquor), der zu einer Erweiterung der inneren Hirnkammern führt.

Es gibt unterschiedliche Formen des Hydrocephalus. Auf dieser Website geht es um den Normaldruckhydrocephalus. Er wird auch Altershirndruck genannt, wenn er bei Menschen ab dem 60. Lebensjahr vorkommt. Meist findet man keine Ursache für seine Entstehung. In solchen Fällen sprechen Mediziner von einem idiopathischen oder primären Hydrocephalus.

Wenn ein Hydrocephalus infolge einer anderen Erkrankung auftritt (z. B. nach einer Gehirnblutung oder einem Schädelhirntrauma), handelt es sich hingegen um einen sekundären Hydrocephalus. Diese Form kann in jedem Lebensalter entstehen.

Rechtzeitig erkannt, ist der NPH oft behandelbar

Obwohl der Normaldruckhydrocephalus seit mehr als 50 Jahren als Erkrankung bekannt ist, wird die Diagnose oft spät gestellt. Die Patienten laufen nicht selten von Arzt zu Arzt und werden gegen andere Verdachtsdiagnosen behandelt. Dadurch kommt auch die geeignete Behandlung des NPH häufig zu spät oder gar nicht zum Einsatz.

Erfahren Sie auf dieser Website mehr über das Beschwerdebild des Normaldruckhydrocephalus bzw. Altershirndrucks und was man dagegen tun kann.

Quellen
[1] Sayeram S, Izatt J: Hochauflösende SDOCT – aktuelle Technik für Forschung und Klinik. Biophotonik 2008; 3: 60–62.
[2] AMD Alliance International. Information on Age-related macular degeneration (AMD). www.amdalliance.org (zuletzt besucht am 07.12.2011)